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Sonka [d. i. Hugo Sonnenschien]:

Die Legende vom weltverkommenen Sonka.

E. P. Tal u. Co, Leipzig, Wien u. Zürich., 1920.
40 S., 2 Bll. 8°, Orig.-Pappbd., Mit Deckellithographie von Artur Berger.

KNE45345

Erste Buchausgabe. - Sonnenschein erstmals in der Selbststilisierung Sonka. - Vorsätze mit den Lithographien von Artur Berger. - Der Text erschien erstmal in der Zeitschrift ´Der neue Daimon´, die Sonnenschein mit Franz Werfel, Albert Ehrenstein, Alfred Adler, Fritz Lampl und Jakob Moreno-Levý in dem gemeinsam gegründeten Genossenschaftsverlag herausgab. - Neben der hier vorliegenden allgemeinen Ausgabe erschienen 20 Exemplare auf Bütten und vom Verfasser und Künstler signiert. - Der expressionistische Lyriker Hugo Sonnenschein gehörte seinerzeit zu den legendären Gestalten der deutschsprachigen Literatur und ist heute fast unbekannt. Er war Mitbegründer der KP der CSR, aus welcher er allerdings aufgrund seiner Hinwendung zu Trotzki ausgeschlossen wurde. In Wien fungierte er schließlich als Geschäftsführer des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller in Österreich. Während der Besetzung Prags verschleppten ihn die Deutschen nach Auschwitz, woraus ihn 1945 die Sowjets befreiten. Zurückgekehrt nach Prag, verhaftete man ihn erneut und unter einem Vorwand verurteilte man ihn schließlich zu 20 Jahren Zuchthaus, in dem er schließlich an Tbc starb. - Einband fleckig und mit größeren Fehlstellen am Rücken. Name auf Titelbl., einige Bll. fleckig. - Raabe/Hannich-B. 282.7. - Slg. Serke 296.

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