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Blutmai 1929.

Kommunistische Ruhrpresse Extra Blatt 3. Mai 1929. / Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD (Sachsen) Verantw. Max Seydewitz, Tote klagen an! Die Wahrheit über die Vorgänge in Berlin.

Essen / Zwickau., 1929.
2 Bll., Gr.Fol.

BER80438

Konvolut zum 1. Mai 1929, der als Blutmai mit 33 Toten in die Geschichte einging. Während die Kommunistische Ruhrpresse zum Proteststreik gegen das Blutbad in Berlin aufrief, warf das Flugblatt der SPD der KPD eine putschistische Taktik vor und machte diese für die Toten verantwortlich. Das SPD Flugblatt wurde von Max Seydewitz (1892 ? 1987) verlegt, der 1931 aus der SPD ausgeschlossen wurde und daraufhin die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) mit gründete. Nach dem 2. Weltkrieg war er zwischen 1947 und 1952 Ministerpräsident von Sachsen. Für die Kommunistische Ruhrpresse zeichnete Erich Birkenhauer (1903 ? 1941) verantwortlich, der später zu den engen Mitarbeitern Ernst Thälmanns gehörte und nach 1933 ins französische Exil ging. 1937 wurde er nach Moskau beordert, verhaftet, zu 12 Jahren Arbeitslager verurteilt und am 11. September 1941 erschossen. 1958 wurde er rehabilitiert. - Randrissig und knickspurig.

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