

Nationalliberale Partei.
Politisches Handbuch der Nationalliberalen Partei / 1. Nachtrag 1910. 2 Bände.
Verlag der Buchhandlung der Nationalliberalen Partei, Berlin., 1907, 1910.
1229 S., VI, 227 S., 3 Bl., 8°, ill. OLn.
BER62199
Herausgegeben vom Centralbüro der Nationalliberlaen Partei Deutschlands. Die Nationalliberale Partei ging aus 1867 aus der Deutschen Fortschrittspartei hervor. Sie schlug einen stärker betonten nationalen Akzent an und vertrat klientelistisch das protestantisch geprägte Besitz- und Bildungsbürgertums des Deutschen Reiches. Nach dem Novemberumsturz 1918 ging der Mehrheitsflügel der Nationalliberalen um G. Stresemann in der neugegründeten Deutschen Volkspartei (DVP) auf. Die Nationalliberalen sehen, nach der (parlamentarischen) Hochphase der Christlich-Sozialen (Arbeiter-)Partei A. Stöckers, den parteipolitisch organisierten Antisemitismus im Abschwung: ´Der Antisemitismus als Partei und als politisches Programm hat vollständig abgewirtschaftet und in dem Namen der wirtschaftlichen Vereinigung ist auch das äußere Merkmal untergegangen.´ Neben diversen weiteren Punkten werden in diesem Kompendium die einzelnen Spaltungs- und (Wieder-)Vereinigungstendenzen des heterogen liberalen Spektrums behandelt. Mit nachgebundenem Inhaltsverzeichnis. Einbandrücken minimal gebräunt, Schnitt leicht stockfleckig, sonst guter Zustand. Deckelinnenseite mit Ex libris. Nachtragsband mit Besitzvermerk von Graf Emil von Wedel. Hierbei handelt es sich möglicherweise um jenen Mitunterzeichner eines ´Dringenden Appells´ des ethisch-neukantianisch ausgerichteten Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) vom Juni 1932, in dem zu einer taktischen Kooperation zwischen SPD und KPD im Reichstagswahlkampf animiert wurde.
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