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Neue Jüdische Monatshefte.

Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West. Jahrgang I, 1916-17. Jahrgang II, 1917-1918. Jahrgang III, 1918-1919.

[Verl. der Neuen Jüdischen Monatshefte, Berlin/München.], 1916-1919.
VII, 706 S. VI, 550 S. IV, 529 S., I Bl., Gr.-8°, illustr. Leinenbd.

VIE7778

´Die neue Zeitschrift hingegen soll nicht bloß von Juden und für Juden geschrieben sein, soll jüdische Dinge nicht vom Standpunkte jüdischen Parteilebens, sondern von einem umfassenderen betrachten, soll eine Tribüne für Alle sein. Damit hoffen wir in erster Reihe der Versöhnung der jüdischen Parteien zu dienen. Liest man die Zeitschriften der verschiedenen jüdischen Richtungen, so glaubt man, daß Orthodoxe und Freidenker, Zionisten und Antizionisten ein gemeinschaftliches Band nicht mehr haben, daß sie sich gegenseitig als Juden nicht mehr anerkennen, daß es überhaupt nur jüdische Parteien, nicht mehr ein Judentum gibt. [...] Aber nicht bloß um der Juden wegen, sondern auch um unserer christlichen Mitbürger wegen wollen wir auf den Plan treten; wir wollen der Unkenntnis in jüdischen Dingen entgegenarbeiten, die in erschreckender Weise nicht nur im Privatgespräch, sondern auch auf den Tribünen des öffentlichen Lebens, in Wort und Schrift sich breit macht. [...] Wir wollen nicht bloße negative Abwehrtätigkeit üben, sondern den positiven Inhalt der jüdischen Religion und der jüdischen Weltanschauung zur Erkenntnis bringen und sie zur allgemein-menschlichen und zur deutschen in das richtige Verhältnis setzen.´ (´Zur Aussprache, Eugen Fuchs, Heft 1, I. Jg., S.1f) - In drei Bänden vorliegend die fast kompletten ersten drei Jahrgänge der Neuen Jüdischen Monatshefte. Laut Zeitschriftendatenbank der Deutschen Nationalbibliothek sind nur vier Jahrgänge erschienen, mit Heft 11-12 wurde im März 1920 das Erscheinen eingestellt, begründet durch die ´ausserordentliche Teuerung auf dem Markt für Erzeugnisse des Buchdrucks und ein starker Verlust an Beziehern, der durch die andauernde Sperre des Ostens, neuerdings auch der ehemals deutschen Gebiete´ (Heft 11-12, IV. Jg.). - I. Jahrgang I ist komplett. Mit Signatur des Wiener Reformpädagogen, Psychoanalytikers und Mitbegründer der modernen Jugendforschung Siegfried Bernfeld zu seinem Artikel in Heft 21. - Am fliegenden Vorsatz zwei Besitzstempel von Dr. Salomon Wolf, Köln; einer davon auf hebräisch, Standort Jerusalem. Der Buchrücken bzw. Buchblock sind teilweise aus der Leimung gelöst, einige Blätter lose. Der Band ist (finger-)fleckig, die Blätter lichtverfärbt, sonst sauber. - Bei Jahrgang II fehlen die Seiten 460-524 der Hefte 20-22 sowie das komplette Heft 24. Der Buchrücken bzw. Buchblock sind teilweise aus der Leimung gelöst, einige Blätter lose. Der Band ist (finger-)fleckig, die Blätter lichtverfärbt, sonst sauber. - Jahrgang III ist komplett. Der Buchrücken bzw. Buchblock sind teilweise aus der Leimung gelöst. Der Band ist (finger-)fleckig, die Blätter lichtverfärbt, sonst sauber.

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