

Swoboda, Hermann:
Otto Weiningers Tod.
Franz Deuticke, Wien/Leipzig., 1911.
VI, 100 S., 8°, Orig.-Leinenbd.
VIE7769
Otto Weininger und Hermann Swoboda verband eine enge Freundschaft, nach ihrem Psychologiestudium unterstützen sich die beiden bei ihren jeweiligen wissenschaftlichen bzw. literarischen Vorhaben. Eine kurze Einordnung zu Swobodas Verhältnis zum Nationalsozialismus: Er zeigte ?Begeisterung für die Idee mit geschlossenem, zukunftsweisenden ideologischen Programm, ohne die Fähigkeit, die praktische Gefährlichkeit dieser Ideologie zu erkennen´, seine wissenschaftlichen Konzepte seien jedoch ?weit entfernt von jenen des praktischen Nationalsozialismus, der ?unwertes Leben? nicht nur als solches bezeichnete (wie es auch Swoboda tat), sondern auch viel Mühe darauf verwandte, es zu vernichten.? (Sommer, Gerald & Treml, Reinhold (1999). ?Venerabilis Magister! ? Dilecte Doctor! Die Ideenwelt des Psychologen Hermann Swoboda und ihre Rezeption durch Heimito von Doderer?. In: Luehrs-Kaiser, Kai & Sommer, Gerald (Hg.). ?Flügel und Extreme?. Aspekte der geistigen Entwicklung Heimito von Doderers. Würzburg: Königshausen & Neumann. S. 55f.) - Der Text umfasst u.a. folgende Kapitel: Die Unabhängigkeit des Erlebens; Freies und gebundenes Denken; Die Traumschöpfung; Biologischer Wert des Irrtums; Das Pathologische bei Weininger; Ableitung des Hasses. - Der Band ist an den Ecken etwas bestoßen, sonst gut erhalten.
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