

Kommunistische Arbeiter-Zeitung.
Organ der Kommunistischen Arbeiter-Partei Deutschlands. 11. Jg., Nr. 35, 30. August 1930.
W. Tietz, Berlin., 1930
4 S., Fol.
BER60674
Zentrales Organ der Berliner Richtung der im April 1920 gegründeten räte-kommunistischen KAPD, die mit den Betriebsorganisationen der Allgemeinen Arbeiter Union (AAU) verbunden war. Anfang der 30er Jahre war die KAPD aufgrund mehreren Spaltungen und Richtungskämpfen auf ein politisch irrelevantes Maß geschrumpft. Aufmacher-Artikel unter der Überschrift ´Die Wahlen und die Wirtschaftskrise´, in dem emphatischen ausgerufen wird, dass ?(sich) das revolutionäre Proletariat von jeder Sentimentalität freimachen (muß). Wir wissen heute, daß das größte Hindernis für das revolutionäre Handeln der Arbeiterklasse die Tatsache ist, daß die Hirne dieser Generation von der bürgerlichen Ideologie vergiftet sind.´ In dem Beitrag ?Wenn wir nicht wählen? Was geschieht dann?? wird die antiparlamentarische Grundposition der KAPD zum Ausdruck gebracht und auf den Akt des aktiven Wahlboykotts gesetzt: ´Die positive, die aktive Seite des Nichtwählens des revolutionären Proletariats besteht darin, daß diese Bewußten (sic!) Antiparlamentarier dokumentieren, endlich mit der bürgerlichen Ideologie gebrochen zu haben und sich über die Aufgaben des Proletariats in der Epoche der proletarischen Revolution klar sind, und für die Unkenrufe der Bourgeoisie nebst ihren geduldeten parlamentarischen Trabanten nur ein Hohngelächter übrig haben.´ Exemplar am Rand mit kleineren Einriss und an Knickfalte leicht gebräunt.
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