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Freideutsche Jugend.

Monatsschrift für das junge Deutschland. Jahrg. 6 [von 8], Hefte 1-12 [von 12]. Schriftleitung: Knud Ahlborn. Mit Illustrationen von Bernhard Dörries, Willi Tegtmeier, Hugo Lindenberg.

Freideutscher Jugendverlag Adolf Saal, Hamburg u. Lauenburg a. d. Elbe., 1920.
S. 1-415. Mit 4 ganzs. Abb., Gr.-8°, Orig.-Broschuren.

KNE42660

Vollständiger 6. Jahrgang der lebens- und kulturreformerisch orientierten Zeitschrift in acht Einzel- und zwei Doppelheften, Nr. 5/6 u. 8/9. - Mit drei Spezialheften: Nr. 4 ´Dem Gedächtnis Hölderlins´, Nr. 5/6 ´Sozialismus-Heft´, Nr. 7 ´Zur neuen Dichtung´. - Der Jahrg. enthält 4 ganzs. Reproduktionen von Grafiken: Heft 1 die Lithografie ´Mittelalter. Blatt 8´ von Bernhard Dörries; Heft 2 den Holzschnitt ´Erkenntnis´ von Willi Tegtmeyer, Heft 7 die zwei Holzschnitte ´Kleiner Schnitt´ von Hugo Lindenberg. - Der Verlagssitz wurde mit Heft 7 von Hamburg nach Lauenburg/Elbe verlegt. - Beiträge u.a. von Rose Aichberger, Max Bondy, Marie Buchhold, Friedrich Ebbinghaus, Alfred Ehrentreich, Max Hodann, Hermann Kasack, Alfred Kurella, Dora Jensen, Karl Ernst Osthaus, Enno Narten, Else Stroh, Gustav Wehrt, Franz Werfel, August Wittfogel u.v.m. - Die Idee der Zeitschrift geht auf Bruno Lemke u. Ferdinand Avenarius zurück; tatsächlich geplant wurde sie in den ersten Monaten des 1. WK von der Hamburger Freideutschen Jugend u. bis 1916 von ihr organisatorisch getragen (vgl. Christian Volkholz, Freideutsch, Berlin 2022, S. 141-156). Die Publikation sollte als vermittelndes Organ die diversen Gruppierungen der Freideutschen Bewegung verbinden; 1917 erfolgte die Spaltung der freideutschen Jugend in einen linken u. rechten Flügel sowie eine ´humanistisch-menschheitlich bis demokratisch-sozialistisch orientierte Mitte´ (Volkholz, S. 149). Texte brachte die Zeitschrift von allen Richtungen, im Sozialismus-Heft z.B. schreibt der Herausgeber: Wie immer sei ´versucht worden, die Probleme nicht nur von einer Seite zu sehen, sondern sie plastisch darzustellen, in den Bildern, die sie bei Betrachtung von verschiedenen Seiten zeigen.´ (Heft 5/6, S. 220). Der oft verwendete Begriff ´Volksgemeinschaft´ wird von Beitragenden manchmal mit sozialistischen oder demokratischen, vielfach aber mit völkischen Ideen verbunden: Insbesondere das letzte Heft enthält antisemitische Beiträge, die die Mitwirkung von Jüd*innen an der Freideutschen Bewegung ablehnen. - Sehr vereinzelt Anstreichungen in Blei. - Broschuren meist verfärbt, mit kl. Rückeneinrissen, Bll. gebräunt; zwei Broschuren stockfleckig, insgesamt noch gut erhaltene Exemplare. - Dietzel/Hügel 1022.

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