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Jung, Franz:

Hunger an der Wolga.

Malik, Berlin., 1922.
47 S., 4°, illustr. Orig.-Pappbd. [John Heartfield].

KNE19765

Erste Ausgabe. - Den Band verfasste Jung als einen Hilferuf an die deutschsprachige Öffentlichkeit. Hierin schilderte er die Zustände in der Sowjetunion aus eigener Erfahrung, die er dort seit 1921 gemacht hatte. Dabei war er in der Zentrale der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) tätig gewesen, um über die Hungergebiete zu berichten und anschließend die Hilfstransporte zu koordinieren. (Rieger, S. 149f.) Da teilweise Lieferungen falsch oder gar nicht angekommen waren und die Buchhaltung Fehler enthalten hatte, war es zu Konflikten mit Willi Münzenberg gekommen, der dazu später aussagte: ´Wir können Ihnen aktenmäßig belegen, wie wir uns, und besonders ich persönlich gewehrt haben gegen Jung und all diese Elemente, wie man mich mit dem Revolver bedrohte, weil ich Einsicht nehmen wollte in die Buchführung der IAH in Moskau, wie Jung mich verhaften lassen wollte, weil es ein Mißtrauen gegen seine Geschäftsführung bedeutete, wenn ich einen seiner Untergebenen fragte, wie die Transporte eingegangen sind.´ (Zit. nach ebenda, S. 149.) - Einband berieben, fleckig u. bestoßen, Rücken vorsichtig ausgebessert, Vorsatz mit Besitzerstempeln, holzhaltiges Papier. - Siepmann A 23. - Mühlhaupt, Kat. 2009, Abb. 6. - Honnef/Osterhausen Abb. S. 84. - Hermann 212. - Gittig 66. - Melzwig 320.1. - Raabe/Hannich-B. 145.19. - Lex. soz. Lit. 232. - Holstein 151. - Fähnders 20.

EUR 380,00

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